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Es läuft nicht rund, dafür aber neulich beim Prof.

26. August 2010

Zuerst ein Geständnis: im Moment läuft es so gar nicht rund. Es ist nicht so, dass ich keine Lust mehr hätte, dass mich das Thema langweilen würde oder ich kein Material hätte, welches ich durchforsten könnte. Nein, es läuft einfach nicht. Ich setze mich mit der Vorgabe, etwas für die Masterarbeit zu tun, an den Schreibtisch und zwei Stunden später merke ich, dass ich keine Seite geschrieben, keine Seite gelesen und keinen relevanten Link angesurft habe. Dafür kenne ich die Neuigkeiten meiner Freunde, haben die neusten SPON-Nachrichten gelesen und mich über die letzten Macken des iphone 4 informiert. Zwischenzeitlich musste dann ein Kaffee her, bevor es an das Studium verschiedener Ritzelgrößen für mein Single-Speed-Rennrad ging. Zu guter Letzt fand ich dann noch ein paar interessante Videos auf youtube und checkte meine Mails.

Wenn ich mich dann doch irgendwann mal meinen Büchern widme, knicke ich schnell ein, weil ich mittlerweile wieder knapp 20 Stücke auf dem Schreibtisch liegen habe, von denen wieder ein paar zurück zur Bibliothek müssen, andere wollen genau dort abgeholt werden usw. usf. – es ist meckern auf hohem Niveau, das weiß ich, aber wie gesagt, im Moment läuft es einfach nicht.

Irgendwann mittendrin zwischen meinem letzten Post und diesem hier war ich dann aber endlich mal bei einem Professor an meiner Fakultät und habe um Hilfe gebeten bzw. erst einmal mein Thema vorgestellt und nachgefragt, ob er sich vorstellen könnte, mich bei der Masterarbeit zu betreuen. Zu meinem Glück fand er das Thema spannend, wollte mich betreuen und gab mir ein paar wertvolle Tipps mit auf den Weg, die ich nun abarbeiten muss. Der wichtigste war wohl, dass ich es nicht noch breiter werden lassen sollte. Also nicht „Öffentlichkeitsarbeit mit facebook, myspace, twitter usw.“, sondern „Öffentlichkeitsarbeit mit Facebook“. Punkt.

Während des Gesprächs kamen gute Ideen von beiden Seiten, so z. B. der Vorschlag, sich doch mal ein paar amerikanische Universitäten bei Facebook anzuschauen, mit den Verantwortlichen dort zu mailen, um herauszufinden, ob (und wenn ja, was) sie in den Staaten in Sachen Öffentlichkeitsarbeit im Web 2.0 etwas anders machen. Natürlich muss ich als Kulturwissenschaftler nicht nur die Gemeinsamkeiten und Unterschiede beider Länder bzw. der dort angesiedelten Universitäten herausfiltern, sondern auch eine Transferleistung erbringen. Die Narrative, die in den Staaten gebräuchlich sind, werden wohl den kulturwissenschaftlichen Teil der Arbeit ausmachen, so z. B. der allseits bekannte „frontier narrative“, also das verschieben von Grenzen, das Finden neuer Herausforderungen, der Aufstieg vom Tellerwäscher zum Millionär.

Die Fragestellung könnte daher sein: Wie wird der „frontier narrative“ in der Öffentlichkeitsarbeit der Universitäten benutzt? Wie werden die Studierenden angesprochen und auf der facebook-Seite der Universitäten vielleicht zum aktiven Partizipieren an der Seite animiert? Wie viele Einträge pro Tag/Woche/Monat gibt es überhaupt und wie kommt es, dass amerikanische Universitäten zig-tausend „Fans“ haben, während die meisten deutschen Hochschulen mit wenigen Hundert auskommen müssen?

Vielleicht sollte ich im Moment weniger lesen und einfach mehr selbst schreiben, denn wie ich beim schreiben dieser Zeilen merke, sprudeln die Ideen, wenn ich meine Gedanken „zu Papier bringe“. Dann läuft es auch wieder, hoffentlich.

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