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Die Rache der Bibliothek

10. August 2010

Das kommt davon, wenn man nicht alle E-Mail-Postfächer andauernd kontrolliert: als ich heute, nichtsahnend, ein weiteres Buch online in der Universitätsbibliothek bestellen wollte, machte mich das System freundlich aber bestimmt darauf aufmerksam, dass ich mein Gebührenlimit überschritten habe und deshalb die Vormerkung für neue Bücher nicht möglich sei.

Mit Erschrecken musste ich feststellen, dass ich der Bibliothek insgesamt 75 Euro an Mahngebühren schulde, weil ich sage und schreibe zehn Bücher nicht rechtzeitig zurück gegeben habe. Bei insgesamt 25 Büchern, die mittlerweile auf meine Schreibtisch rumfliegen, leidet die Übersicht scheinbar mehr als ich erwartet habe. Hinzu kommt, dass ich in einem Großteil der überfälligen Bücher bisher nicht mal reingeschaut habe, so dass ich den heutigen Tag zum „Tag des Querlesens“ ernennen musste und mich nun seit ein paar Stunden durch sechs der zehn Bücher quäle.

Glücklicherweise waren zumindest zwei Bücher, beide über Twitter, leichte Kost und nicht viel mehr als „Twitter für Dummies“. Sie boten zwar beide interessante Fakten, die mir die Nutzung von Twitter erleichtern werden, konnten aber nicht wirklich dazu beitragen, mich in meiner wissenschaftlichen Arbeit weiter voran zu bringen.

Die Leseliste sah heute also wie folgt aus:

  • HOOFFACKER, Gabriele: Online-Journalismus: Texten und Konzipieren für das Internet, Ein Handbuch für Ausbildung und Praxis, 3. Auflage, Ullstein Buchverlage, Berlin, 2010.
  • BEHRENDT, Jens / ZEPPENFELD, Klaus: Web 2.0, Springer-Verlag, Heidelberg, 2008.
  • BERNS, Stefan / Henningsen, Dirk: Der Twitter-Faktor, Kommunikation auf den Punkt gebracht, BusinessVillage, Göttingen, 2009.
  • O’REILLY, Tim/MILSTEIN, Sarah: Das Twitter-Buch, O’Reilly Verlag, Köln, 2009.
  • MÖRL, Christoph/GROß, Mathias: Soziale Netzwerke im Internet: Analyse der Monetarisierungsmöglichkeiten und Entwicklung eines integrierten Geschäftsmodells, Verlag Werner Hülsbusch, Boizenburg, 2008.
  • LUHMANN, Maike: Heute schon gegruschelt? Nutzertypen des StudiVZ, Tectum Verlag, Marburg, 2008.

Und nun werde ich mich reumütig auf zur Bibliothek machen, mir was von der zuständigen Mitarbeiterin anhören (Wahrscheinlich so etwas: „Hätten sie die mal früher zurück gebracht. So viel Geld, das wäre doch nicht nötig gewesen.“) und dann hoffentlich die neuen Bücher ausleihen können.

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One Comment leave one →
  1. Dale Komander permalink
    12. August 2010 22:32

    (Fast) rein zufällig finde ich dein Blog und finde es sehr interessant, weil es ein Bild eines wesentlichen Aspektes deiner Existenz vermittelt, das aufgrund deines Werdegangs zu erwarten war, in dieser seiner ganzen Bandbreite ich aber nicht erwartet habe – bin schließlich (aufgrund meines fortgeschrittenen Alters: Danke, Sebastian!!!) nur FB-Mitglied, da ich weiß, dass weitere Netz-Exkursionen dazu führen würden, dass ich NUR vor dem Computer sitze (alles deine Schuld!). So langsam erahne ich, was in der Zukunft auf eure Generation und alle weiteren Generationen zukommt: Kommunikationsmöglichkeiten, von denen meine Generation nicht einmal träumen kann, weil uns aufgrund unserer Lebenserfahrung die Vision fehlt. Tempus fugit, leider… Ich gratuliere zum Blog und wünsche dir viel Erfolg mit deiner Arbeit (in jedem Sinne des Wortes). xxx

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