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Fragen nach der korrekten These und der Beweis, dass Web 2.0 funktionieren kann

29. Juli 2010

Zuerst einmal die gute Nachricht: Dieses Blog (oder zumindest Teile davon) haben gestern 71 Menschen gelesen. Im Vergleich zu vier am Vortag und drei am Tag davor ist das natürlich eine Steigerung, die gerade mich als Autor sehr freut. Wie kam diese Steigerung aber zustande? Zuerst einmal sei gesagt, dass ich dafür nicht selbst verantwortlich bin (wenn man mal davon absieht, dass ich dieses Blog ja schreibe und bei Twitter aktiv bin), sondern das Web 2.0. Alles fing damit an, dass ich mich, auf der Suche nach interessanten Leute/Seiten bei Twitter auch als Follower von CREATIVE_NRW „anmeldete“. CREATIVE.NRW stellt sich auf seiner Internetseite wie folgt vor:

Die Kultur- und Kreativwirtschaft ist ein wichtiger Motor für die wirtschaftliche Entwicklung Nordrhein-Westfalens. Eine Strategie des Landes zur Stärkung dieses Wirtschaftszweigs ist das Clustermanagement. Unter der Marke CREATIVE.NRW errichten wir überall im Land kreative Plattformen und Marktplätze, um so die Hotspots für die Kultur- und Kreativwirtschaft zu entwickeln.

Scheinbar war für die Betreiber mein Blog so interessant, dass Sie es in ihren Twitter-Feed aufnahmen und auch in ihrer Facebook-Seite online stellten. Darauf aufmerksam machte mich ein alter Schulfreund, der selbst bei Facebook mit CREATIVE.NRW „befreundet“ ist und mir den Link zum Artikel auf der CREATIVE.NRW-Seite schickte. So wussten, nur durch das „Followen“ eines Twitter-Nutzers ungefähr 1.500 Leute (507 Follower von CREATIVE.NRW bei Twitter, 869 Freunde von CREATIVE.NRW bei Facebook und 170 Freunde von dem Bekannten, der mir den Link schickte, bei Facebook), dass ich ein Blog im Rahmen meiner Masterarbeit schreibe.

EDIT: CREATIVE.NRW machte mich via Twitter darauf aufmerksam, dass die Zahl von 1.500 vielleicht auch nicht ganz stimmen könnte, da es ja zu Überschneidungen zwischen Facebook und Twitter-Nutzern kommen kann. Das ist natürlich richtig, macht es aber irgendwie auch besser, denn dann sind meine 71 Besucher ein höherer Prozentsatz, als bisher (nächster Absatz) angenommen. 😉

Jetzt muss natürlich die Frage aufkommen – 1.500 Leute „wussten“ davon, aber nur 71 Leute klickten auch tatsächlich auf den Link und schauten sich das Blog an, ist das nicht ein verschwindend geringer Prozentsatz? Äh, ja, das ist ziemlich gering. Um genau zu sein sind 71 von 1.500 Leuten nur 4,73333333333333333 Prozent. Aber a) drauf geschissen und b) steht die Info jetzt auf mehreren Seiten, so dass auch später noch Leute den Link sehen werden. Heute waren z. B. schon 12 Leute (bis um 13:12) auf meinem Blog. Feedback über Kommentare habe ich leider keine bekommen, aber in der Hinsicht gebe ich nicht auf. Da dies erst der sechste Tag meiner Recherche für die Masterarbeit ist, wird noch genug Zeit zu sein, um die Leute zu animieren, Kritik zu äußern, Anregungen zu geben, oder einfach nur „Viel Glück“ zu wünschen.

Bei Kritik und Anregungen sind wir bei einem weiteren Thema, das mich seit gestern Abend beschäftigt. Nach einem langen Gespräch mit meiner Freundin über die Masterarbeit und das Blog, kam ihr die Idee (da sie selbst vor knapp einem Jahr ihr Diplom gemacht hat), dass es vielleicht gar nicht erlaubt sei, in öffentlicher Form (was ein Blog ja ist) um Kritik und Anregungen zu bitten. Man soll ja selbst und alleine forschen und dann die Arbeit schreiben, meinte sie. Da wurde mir natürlich Angst und Bange, denn dieses Blog liegt mir, auch wenn es noch nicht sehr alt ist, sehr am Herzen und ich finde es eine hervorragende Möglichkeit (gerade bei dem von mir gewählten Thema), mich auszutauschen, Anregungen zu finden, andere teilhaben zu lassen und selbst etwas zu haben, auf das ich zurückblicken kann. Sozusagen ein Tagebuch bei der Entstehung der Arbeit. Allerdings ist mir auch klar, dass ich in nicht allzu ferner Zukunft ein Treffen mit meinem betreuenden Professor ausmachen sollte, um ihn zu fragen, ob ich mich mit meinem Blog auf deutlich „illegalem“ Boden oder in einer Grauzone bewege. Ich liebe Grauzonen.

Apropos Treffen mit dem Professor: bis dahin sollte ich wohl auch eine kurze Abhandlung fertig haben, worüber ich GENAU schreiben will. Das Feld der Öffentlichkeitsarbeit ist groß, das Feld des Web 2.0 noch größer. Es wird also Zeit, tiefer in den Trichter vorzustoßen, um im Endeffekt am unteren Ende (wieso fällt mir gerade jetzt eine Vuvuzela ein?) mit einer These und einer Zusammenfassung herauszukommen.

Mittlerweile bin ich mir sicher, dass sich meine Arbeit auf die interne und externe Kommunikation von Hochschulen via Web 2.0 konzentrieren wird, weil mir (ich war bis vor kurzem Volontär in einer Uni-Pressestelle) die Hochschul-Öffentlichkeitsarbeit bekannt ist, weil ich Vergleiche anstellen kann (bspw. zwischen deutschen und amerikanischen Universitäten) und weil es vielleicht meiner eigenen Universität nutzen kann, indem sie die Ergebnisse später teilweise oder ganz umsetzen können.

So geht es also mit diesem Gedanken an das Lesen des nächsten Buches, nachdem ich Li/Bernoffs „Youtube, Facebook, Xing & Co.“ aus den Händen gelegt habe. Das nächste Buch ist übrigens „Social Media Marketing“ von Tamar Weinberg, die sich selbst als  „social media enthusiast with a passion for all things tech and productivity“ beschreibt und bei Twitter 17.133 Follower ihr Eigen nennt. Respekt.

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One Comment leave one →
  1. 29. Juli 2010 11:56

    Na dann: „Viel Glück“ 😉

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