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Kommt rüber zu socialmediamoped.de

9. Januar 2011

Da ich nicht die Zeit habe, zwei Blogs mit Inhalt zu füllen und ich ganz und gar (natürlich nur in der Zeit, in der ich nichts für die Masterarbeit tue) meinem neuen Projekt widmen will, ist hier jetzt erst einmal Schluss. Vielleicht gibt es noch eine Erfolgsmeldung (ich werde auf jeden Fall erfolgreich sein, weiß aber noch nicht, ob ich dazu auch was schreiben werde ;)) hier im Blog, alles weitere könnt ihr aber bei socialmediamoped.de nachlesen. Dort wird es weniger zum Thema „Masterarbeit“ geben, dafür mehr zu Thema „Social Media Marketing“.

Ich hoffe, dass ich einige von euch dort „begrüßen“ kann. Hinterlasst mir doch einen Kommentar, wenn es mein neues Blog gefällt. Ich freue mich darauf, von euch zu hören.

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Angemeldet!

8. November 2010

Heute (8. November) habe ich endlich meine Masterarbeit angemeldet. Nach einem Termin bei meinem Professor Walter Grünzweig am Freitag und einem abschließenden Gespräch zur Themenfindung konnte ich heute alle notwenigen Unterlagen beim Prüfungsamt einreichen. Die Arbeit wird unter dem Titel „Hochschulmarketing in und mit Social Media im transatlantischen Vergleich“ laufen.

Von nun an habe ich genau vier Monate Zeit (einen mehr, als ich gedacht hatte), um die Masterarbeit fertig zu stellen. Allerdings bekomme ich, wenn ich sie bis zum 31. Dezember 2010 abgebe, meine Studiengebühren (immerhin knapp 700 Euro) zurück. Oder zumindest ein Teil davon, genaue Informationen konnte man mir im Studierendensekretariat nicht auf die Schnelle geben. Egal wie viel zurück kommen wird, es ist ein zusätzlicher Ansporn, die Arbeit so schnell wie möglich hinter mich zu bringen, um nach mehr als acht Jahren (zwei davon als Volontär in der Pressestelle der Universität) die TU Dortmund hinter mir zu lassen.

Die Bewerbungen laufen schon, allerdings muss ich noch auf einige Zeugnisse warten, um mich für bestimmte Stellen („mit Berufserfahrung“) zu bewerben.

Jetzt darf ich also offiziell schreiben, was ich auch gleich tun werde. Nach meinem letzten Post zu der Frage, ob ich Teile der Arbeit hier veröffentlichen soll und einem gemischten Ausgang der Umfrage, werde ich wohl eher dazu tendieren, nichts hier zu veröffentlichen, um nachher nicht Gefahr zu laufen, meinen Abschluss zu riskieren. Allerdings, und das verbietet auch nicht das Schreiben, dass ich mit zur fertigen Arbeit legen muss (mit dem ich bescheinige, dass ich die Arbeit ohne fremde Hilfe geschrieben habe), werde ich von Zeit zu Zeit Gedanken und meiner Meinung nach Wissenswertes aus meiner Arbeit in abgewandelter Form hier veröffentlichen.

Spannend an der Arbeit finde ich den deutsch-amerikanischen Kontext, den ich mit meinem betreuenden Professor besprochen habe. Was tun also amerikanische Universitäten mit Social Media, wie nutzen sie beispielsweise Facebook, um mit Studierenden, Alumni oder anderen Partnern zu kommunizieren. Und wie kann man amerikanische Universitäten als Vorbild für die deutschen hernehmen – oder kann man das überhaupt? Besonders wichtig ist mit dabei die eigentliche Kommunikation zwischen Sender (Universität) und Empfänger (Studienwilliger, Studierender, Alumni etc.) – wird tatsächlich diskutiert und kommuniziert, oder wird auch in den USA der Fehler gemacht, die Möglichkeiten von Social Media nicht voll auszuschöpfen? Ich werde dazu zehn amerikanische Hochschulen untersuchen, teilweise Ivy-League, teilweise große öffentliche Hochschule, teilweise auch religiös geprägte Universitäten.

Es wäre schön, wenn jemand Anregungen oder Anmerkungen hat, sie mir in der Kommentarfunktion mitzuteilen. Ich denke, dass in der heutigen Zeit und bei einer Arbeit zu diesem Thema, Anregungen über das Web zulässig sind, vor allem, wenn sie nicht direkt zu spezifischen Textpassagen meiner Arbeit gemacht werden.

Teile der Arbeit veröffentlichen?

23. September 2010

Es ist tatsächlich geschafft: Ich habe nicht nur das Blog mit einem neuen Artikel gefüttert, sondern auch die erste vier Seiten der Masterarbeit geschrieben. Im Moment ist das zwar nur ein Exposé, eine vorläufige Version der Einleitung, die sicherlich noch zig-fach geändert wird, aber immerhin habe ich mich jetzt offiziell vom Recherchieren emanzipiert und bin vom Lesenden zum Schreibenden geworden.

Dazu aber jetzt auch meine Frage an euch da draußen:

Wie steht ihr zu der Veröffentlichung von Teilen der Masterarbeit hier im Blog? Ist es okay, sich Anregungen durch das zur Verfügung stellen von Textpassagen zu holen, oder würdet ihr das als unerlaubte Hilfe sehen? Es dürfte ja jedem klar sein, dass man sich von vielen verschiedenen Leuten (Eltern, Freunden, Professoren) Anregungen holt, dies aber nicht (bis auf ein paar Danksagungen zu Beginn der Arbeit) kundtut. Eine offizielle Stellungnahme (meines Betreuers) muss ich noch abwarten, aber ich wollte mich schon mal an euch wenden, um eure Meinung zu erfahren.

Also, ich freue mich über Kommentare und/oder Teilnehmer an der beigefügten Umfrage.

Es läuft nicht rund, dafür aber neulich beim Prof.

26. August 2010

Zuerst ein Geständnis: im Moment läuft es so gar nicht rund. Es ist nicht so, dass ich keine Lust mehr hätte, dass mich das Thema langweilen würde oder ich kein Material hätte, welches ich durchforsten könnte. Nein, es läuft einfach nicht. Ich setze mich mit der Vorgabe, etwas für die Masterarbeit zu tun, an den Schreibtisch und zwei Stunden später merke ich, dass ich keine Seite geschrieben, keine Seite gelesen und keinen relevanten Link angesurft habe. Dafür kenne ich die Neuigkeiten meiner Freunde, haben die neusten SPON-Nachrichten gelesen und mich über die letzten Macken des iphone 4 informiert. Zwischenzeitlich musste dann ein Kaffee her, bevor es an das Studium verschiedener Ritzelgrößen für mein Single-Speed-Rennrad ging. Zu guter Letzt fand ich dann noch ein paar interessante Videos auf youtube und checkte meine Mails.

Wenn ich mich dann doch irgendwann mal meinen Büchern widme, knicke ich schnell ein, weil ich mittlerweile wieder knapp 20 Stücke auf dem Schreibtisch liegen habe, von denen wieder ein paar zurück zur Bibliothek müssen, andere wollen genau dort abgeholt werden usw. usf. – es ist meckern auf hohem Niveau, das weiß ich, aber wie gesagt, im Moment läuft es einfach nicht.

Irgendwann mittendrin zwischen meinem letzten Post und diesem hier war ich dann aber endlich mal bei einem Professor an meiner Fakultät und habe um Hilfe gebeten bzw. erst einmal mein Thema vorgestellt und nachgefragt, ob er sich vorstellen könnte, mich bei der Masterarbeit zu betreuen. Zu meinem Glück fand er das Thema spannend, wollte mich betreuen und gab mir ein paar wertvolle Tipps mit auf den Weg, die ich nun abarbeiten muss. Der wichtigste war wohl, dass ich es nicht noch breiter werden lassen sollte. Also nicht „Öffentlichkeitsarbeit mit facebook, myspace, twitter usw.“, sondern „Öffentlichkeitsarbeit mit Facebook“. Punkt.

Während des Gesprächs kamen gute Ideen von beiden Seiten, so z. B. der Vorschlag, sich doch mal ein paar amerikanische Universitäten bei Facebook anzuschauen, mit den Verantwortlichen dort zu mailen, um herauszufinden, ob (und wenn ja, was) sie in den Staaten in Sachen Öffentlichkeitsarbeit im Web 2.0 etwas anders machen. Natürlich muss ich als Kulturwissenschaftler nicht nur die Gemeinsamkeiten und Unterschiede beider Länder bzw. der dort angesiedelten Universitäten herausfiltern, sondern auch eine Transferleistung erbringen. Die Narrative, die in den Staaten gebräuchlich sind, werden wohl den kulturwissenschaftlichen Teil der Arbeit ausmachen, so z. B. der allseits bekannte „frontier narrative“, also das verschieben von Grenzen, das Finden neuer Herausforderungen, der Aufstieg vom Tellerwäscher zum Millionär.

Die Fragestellung könnte daher sein: Wie wird der „frontier narrative“ in der Öffentlichkeitsarbeit der Universitäten benutzt? Wie werden die Studierenden angesprochen und auf der facebook-Seite der Universitäten vielleicht zum aktiven Partizipieren an der Seite animiert? Wie viele Einträge pro Tag/Woche/Monat gibt es überhaupt und wie kommt es, dass amerikanische Universitäten zig-tausend „Fans“ haben, während die meisten deutschen Hochschulen mit wenigen Hundert auskommen müssen?

Vielleicht sollte ich im Moment weniger lesen und einfach mehr selbst schreiben, denn wie ich beim schreiben dieser Zeilen merke, sprudeln die Ideen, wenn ich meine Gedanken „zu Papier bringe“. Dann läuft es auch wieder, hoffentlich.

Die Rache der Bibliothek

10. August 2010

Das kommt davon, wenn man nicht alle E-Mail-Postfächer andauernd kontrolliert: als ich heute, nichtsahnend, ein weiteres Buch online in der Universitätsbibliothek bestellen wollte, machte mich das System freundlich aber bestimmt darauf aufmerksam, dass ich mein Gebührenlimit überschritten habe und deshalb die Vormerkung für neue Bücher nicht möglich sei.

Mit Erschrecken musste ich feststellen, dass ich der Bibliothek insgesamt 75 Euro an Mahngebühren schulde, weil ich sage und schreibe zehn Bücher nicht rechtzeitig zurück gegeben habe. Bei insgesamt 25 Büchern, die mittlerweile auf meine Schreibtisch rumfliegen, leidet die Übersicht scheinbar mehr als ich erwartet habe. Hinzu kommt, dass ich in einem Großteil der überfälligen Bücher bisher nicht mal reingeschaut habe, so dass ich den heutigen Tag zum „Tag des Querlesens“ ernennen musste und mich nun seit ein paar Stunden durch sechs der zehn Bücher quäle.

Glücklicherweise waren zumindest zwei Bücher, beide über Twitter, leichte Kost und nicht viel mehr als „Twitter für Dummies“. Sie boten zwar beide interessante Fakten, die mir die Nutzung von Twitter erleichtern werden, konnten aber nicht wirklich dazu beitragen, mich in meiner wissenschaftlichen Arbeit weiter voran zu bringen.

Die Leseliste sah heute also wie folgt aus:

  • HOOFFACKER, Gabriele: Online-Journalismus: Texten und Konzipieren für das Internet, Ein Handbuch für Ausbildung und Praxis, 3. Auflage, Ullstein Buchverlage, Berlin, 2010.
  • BEHRENDT, Jens / ZEPPENFELD, Klaus: Web 2.0, Springer-Verlag, Heidelberg, 2008.
  • BERNS, Stefan / Henningsen, Dirk: Der Twitter-Faktor, Kommunikation auf den Punkt gebracht, BusinessVillage, Göttingen, 2009.
  • O’REILLY, Tim/MILSTEIN, Sarah: Das Twitter-Buch, O’Reilly Verlag, Köln, 2009.
  • MÖRL, Christoph/GROß, Mathias: Soziale Netzwerke im Internet: Analyse der Monetarisierungsmöglichkeiten und Entwicklung eines integrierten Geschäftsmodells, Verlag Werner Hülsbusch, Boizenburg, 2008.
  • LUHMANN, Maike: Heute schon gegruschelt? Nutzertypen des StudiVZ, Tectum Verlag, Marburg, 2008.

Und nun werde ich mich reumütig auf zur Bibliothek machen, mir was von der zuständigen Mitarbeiterin anhören (Wahrscheinlich so etwas: „Hätten sie die mal früher zurück gebracht. So viel Geld, das wäre doch nicht nötig gewesen.“) und dann hoffentlich die neuen Bücher ausleihen können.

Bücher als Grundlage für eine Masterarbeit über Social Media?

3. August 2010

Mittlerweile lese ich drei Bücher gleichzeitig, Tamar Weinbergs Social Media Marketing, Stefan Berns/Dirk Henningsens Der Twitter-Faktor und Maike Luhmanns Heute schon gegruschelt?. Und da stellt sich, vor allem nach dem kurzen Anlesen von Luhmann, inwiefern Bücher bei der Recherche für eine wissenschaftliche Arbeit überhaupt noch zeitgemäß sind. Natürlich empfinden wir, selbst ich als „digital Native“, das gedruckte Buch noch als etwas seriöses, gute recherchiertes und durch einen Verlag kontrolliertes (also qualitativ hochwertiges) Dokument. Allerdings muss man angesichts des meines Forschungsfeldes sagen, dass ein Buch, wie das von Luhmann, aus 2006 vielleicht noch als historisches Dokument in Frage kommen kann, nicht aber mehr als zeitgemäße Abhandlung über das Phänomen StudiVZ.

Ich bin mittlerweile dazu übergegangen, vor dem Lesen eines Buches genauere Informationen zum Autor und zum Buch selbst zu suchen; sehr wahrscheinlich (zumindest bei meiner Arbeit) wird der Autor eine eigene Seite, ein eigenes Blog oder einen Twitter-Account besitzen, über den man mehr herausfinden kann. Außerdem werden die Bücher möglicherweise auf einschlägigen Blogs besprochen – zur Not tut es auch die Amazon-Rezensions-Abteilung – und bewertet.

Das Erscheinungsjahr ist dabei ein wichtiges Kriterium für die Aktualität, nicht wie bei anderen Themen, über die man schreiben könnte. Bücher können die theoretische Basis zur Behandlung eines historischen Ereignisses sein, bei einem Thema wie meinem geraten sie aber schnell an ihre Grenzen. Zahlen sind veraltet, die technische Entwicklung ist weit voran geschritten (im Web 2.0 sind vier Jahre eine unglaublich, unglaublich, unglaublich lange Zeit) und auch die Nutzer der Netzwerke haben sich weiterentwickelt.

Zudem muss man in Büchern auch immer davon ausgehen, dass die Autoren ihr Werk ja verkaufen wollen. Gut, man könnte jetzt argumentieren, dass Blog-Betreiber (wenn überhaupt eine kommerzielle Absicht hinter der Seite steht) auch möglichst viele Leser erreichen wollen, um über wie auch immer geartete Werbung Geld zu verdienen. Allerdings fällt mir auf, dass in vielen der Bücher meist kein ausgewogenes Verhältnis von Vor- und Nachteilen beschrieben, sondern eher nach dem Prinzip vorgegangen wird:

Mach es wie wir, dann ist das Leben im Web 2.0, bei Twitter, bei Facebook, auf sozialen News-Seiten etc. toll und du wirst erfolgreich sein. Und dann kommt zum Schluss immer das ganz kleine, aber feine, aber… Aber das wird dich viel Blut, Schweiß und Tränen kosten und nicht mal eben so gehen, wie wir dir das ganze Buch über beschrieben haben.

Vor allem im Berns/Henningsen-Buch, dass sich mit der Benutzung von Twitter zur Profit-Verbesserung im Allgemeinen auseinandersetzt, scheinen die beiden Autoren ganz vernarrt und sein in das „neue“ Wunderwerkzeug Twitter. Kein negatives Wort (zumindest nicht auf den Seiten, die ich bisher gelesen habe), kein Warnung, dass man bei Twitter auch sehr viel Zeit mit Nichtigkeiten verbringen kann (was dem Profit nicht gerade nützt) oder das Twitter häufig daran krankt, dass man zu viele Informationen bekommen und deshalb die meisten im „Timeline“ nach unten gerutscht sind, bevor sie überhaupt gelesen werden konnten. Man muss dazu sagen, dass die beiden Autoren eine Agentur betreiben, die Unternehmen den Umgang mit Twitter näher bzw. beibringen soll. Da steckt natürlich auch hinter dem Buch eine klare, profitorientierte Absicht. Und so lässt sich auch die kontinuierliche Ausblendung von Negativbeispielen erklären.

Einzig Weinbergs Buch, die selbst auch als frei Beraterin in Sachen Social Media arbeitet, kommt etwas ausgewogener daher. Natürlich überwiegen auch hier die positiven Beispiele – man will ja nicht gleich jedem Interessierten den Wind aus den Segeln nehmen -, allerdings nennt Weinberg auch gern gemachte Fehler, die den Einstieg in das Social Media Marketing behindern können oder „den Schuss nach hinten los gehen lassen“, um es mal salopp zu formulieren.

Der Vorteil des Internets, seine Aktualität und Vielschichtigkeit, ist aber gleichzeitig natürlich auch ein Nachteil. Selbst in Blogs kann die Aussagen von heute schon morgen wieder nichtig sein (auch wenn der Fall eher selten eintritt). Und durch die schier endlosen Möglichkeiten der Recherche ergeben sich mit jedem neuen Post, Kommentar, Tweet oder News-Artikel meist wieder drei weitere Quellen, die beachtenswert sind und die Recherche schnell ins uferlose abdriften lassen. Mein del.icio.us-Account quillt nur deshalb nicht über, weil ich viele Links direkt als Bookmark auf dem Rechner speichere und nur die, meiner Meinung nach, auch für andere interessanten Links online sammele.

Erschwerend kommt hinzu, dass die genaue Materie (Öffentlichkeitsarbeit via Web 2.0 an Hochschulen) nur sehr selten behandelt wurde und ich somit Forschungsergebnisse anderer auf die Anwendbarkeit in meinem Fall untersuchen muss. Allerdings bringt das auch mit sich, dass ich mich mit meiner Arbeit in einem Feld etablieren könnte, das bisher nicht „beackert“ wurde.

Ich würde gerne meine Masterarbeit nur mit Quellen aus dem Internet schreiben, weiß jedoch auch, dass kein Professor (zumindest von denen, die ich kenne) so etwas absegnen würde und werde deshalb versuchen, eine ausgewogene theoretische Grundlage mit Hilfe der Bücher zu erstellen, um dann aktuelle Beispiele durch Zitate von Blogs etc. zu ergänzen.

Was meint ihr dazu? Braucht man (für ein Thema wie meins) überhaupt noch Bücher? Ist das zeitgemäß? Ist das wichtig? Wenn ja, warum, wenn nein, warum nicht?

Fragen nach der korrekten These und der Beweis, dass Web 2.0 funktionieren kann

29. Juli 2010

Zuerst einmal die gute Nachricht: Dieses Blog (oder zumindest Teile davon) haben gestern 71 Menschen gelesen. Im Vergleich zu vier am Vortag und drei am Tag davor ist das natürlich eine Steigerung, die gerade mich als Autor sehr freut. Wie kam diese Steigerung aber zustande? Zuerst einmal sei gesagt, dass ich dafür nicht selbst verantwortlich bin (wenn man mal davon absieht, dass ich dieses Blog ja schreibe und bei Twitter aktiv bin), sondern das Web 2.0. Alles fing damit an, dass ich mich, auf der Suche nach interessanten Leute/Seiten bei Twitter auch als Follower von CREATIVE_NRW „anmeldete“. CREATIVE.NRW stellt sich auf seiner Internetseite wie folgt vor:

Die Kultur- und Kreativwirtschaft ist ein wichtiger Motor für die wirtschaftliche Entwicklung Nordrhein-Westfalens. Eine Strategie des Landes zur Stärkung dieses Wirtschaftszweigs ist das Clustermanagement. Unter der Marke CREATIVE.NRW errichten wir überall im Land kreative Plattformen und Marktplätze, um so die Hotspots für die Kultur- und Kreativwirtschaft zu entwickeln.

Scheinbar war für die Betreiber mein Blog so interessant, dass Sie es in ihren Twitter-Feed aufnahmen und auch in ihrer Facebook-Seite online stellten. Darauf aufmerksam machte mich ein alter Schulfreund, der selbst bei Facebook mit CREATIVE.NRW „befreundet“ ist und mir den Link zum Artikel auf der CREATIVE.NRW-Seite schickte. So wussten, nur durch das „Followen“ eines Twitter-Nutzers ungefähr 1.500 Leute (507 Follower von CREATIVE.NRW bei Twitter, 869 Freunde von CREATIVE.NRW bei Facebook und 170 Freunde von dem Bekannten, der mir den Link schickte, bei Facebook), dass ich ein Blog im Rahmen meiner Masterarbeit schreibe.

EDIT: CREATIVE.NRW machte mich via Twitter darauf aufmerksam, dass die Zahl von 1.500 vielleicht auch nicht ganz stimmen könnte, da es ja zu Überschneidungen zwischen Facebook und Twitter-Nutzern kommen kann. Das ist natürlich richtig, macht es aber irgendwie auch besser, denn dann sind meine 71 Besucher ein höherer Prozentsatz, als bisher (nächster Absatz) angenommen. 😉

Jetzt muss natürlich die Frage aufkommen – 1.500 Leute „wussten“ davon, aber nur 71 Leute klickten auch tatsächlich auf den Link und schauten sich das Blog an, ist das nicht ein verschwindend geringer Prozentsatz? Äh, ja, das ist ziemlich gering. Um genau zu sein sind 71 von 1.500 Leuten nur 4,73333333333333333 Prozent. Aber a) drauf geschissen und b) steht die Info jetzt auf mehreren Seiten, so dass auch später noch Leute den Link sehen werden. Heute waren z. B. schon 12 Leute (bis um 13:12) auf meinem Blog. Feedback über Kommentare habe ich leider keine bekommen, aber in der Hinsicht gebe ich nicht auf. Da dies erst der sechste Tag meiner Recherche für die Masterarbeit ist, wird noch genug Zeit zu sein, um die Leute zu animieren, Kritik zu äußern, Anregungen zu geben, oder einfach nur „Viel Glück“ zu wünschen.

Bei Kritik und Anregungen sind wir bei einem weiteren Thema, das mich seit gestern Abend beschäftigt. Nach einem langen Gespräch mit meiner Freundin über die Masterarbeit und das Blog, kam ihr die Idee (da sie selbst vor knapp einem Jahr ihr Diplom gemacht hat), dass es vielleicht gar nicht erlaubt sei, in öffentlicher Form (was ein Blog ja ist) um Kritik und Anregungen zu bitten. Man soll ja selbst und alleine forschen und dann die Arbeit schreiben, meinte sie. Da wurde mir natürlich Angst und Bange, denn dieses Blog liegt mir, auch wenn es noch nicht sehr alt ist, sehr am Herzen und ich finde es eine hervorragende Möglichkeit (gerade bei dem von mir gewählten Thema), mich auszutauschen, Anregungen zu finden, andere teilhaben zu lassen und selbst etwas zu haben, auf das ich zurückblicken kann. Sozusagen ein Tagebuch bei der Entstehung der Arbeit. Allerdings ist mir auch klar, dass ich in nicht allzu ferner Zukunft ein Treffen mit meinem betreuenden Professor ausmachen sollte, um ihn zu fragen, ob ich mich mit meinem Blog auf deutlich „illegalem“ Boden oder in einer Grauzone bewege. Ich liebe Grauzonen.

Apropos Treffen mit dem Professor: bis dahin sollte ich wohl auch eine kurze Abhandlung fertig haben, worüber ich GENAU schreiben will. Das Feld der Öffentlichkeitsarbeit ist groß, das Feld des Web 2.0 noch größer. Es wird also Zeit, tiefer in den Trichter vorzustoßen, um im Endeffekt am unteren Ende (wieso fällt mir gerade jetzt eine Vuvuzela ein?) mit einer These und einer Zusammenfassung herauszukommen.

Mittlerweile bin ich mir sicher, dass sich meine Arbeit auf die interne und externe Kommunikation von Hochschulen via Web 2.0 konzentrieren wird, weil mir (ich war bis vor kurzem Volontär in einer Uni-Pressestelle) die Hochschul-Öffentlichkeitsarbeit bekannt ist, weil ich Vergleiche anstellen kann (bspw. zwischen deutschen und amerikanischen Universitäten) und weil es vielleicht meiner eigenen Universität nutzen kann, indem sie die Ergebnisse später teilweise oder ganz umsetzen können.

So geht es also mit diesem Gedanken an das Lesen des nächsten Buches, nachdem ich Li/Bernoffs „Youtube, Facebook, Xing & Co.“ aus den Händen gelegt habe. Das nächste Buch ist übrigens „Social Media Marketing“ von Tamar Weinberg, die sich selbst als  „social media enthusiast with a passion for all things tech and productivity“ beschreibt und bei Twitter 17.133 Follower ihr Eigen nennt. Respekt.